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Ein Abschnitt der Verordnung über Wertpapierzentralverwahrer (CSDR), den Sie eventuell übersehen haben

targit GmbH24.04.2019

Artikel 9 der CSDR ist ein kurzer Text (7 Sätze), der jedoch von jedem Institut, das Übertragungsaufträge (für Kunden oder das eigene Konto) ausführt, mit Ausnahme eines „Wertpapierabwicklungssystems“ * eine Meldepflicht abverlangt (gemäß Buchstabe (a) von Artikel 2 der Richtlinie 98/26 / EG). Mit anderen Worten, wenn Sie in Ihren Büchern jegliche Art der Abrechnung feststellen können, die nicht über das Abrechnungssystem ausgeführt wird oder als solche betrachtet werden kann, gelten Sie als „Abwicklungsinternalisierer“ ** und müssen somit dieser Meldepflicht nachkommen.

 

Was muss gemeldet werden?

Im Rahmen des internalisierten Abrechnungsberichtes werden Transaktionen und Vorgänge wie der Kauf oder Verkauf von Wertpapieren, das Management von Sicherheiten, das Wertpapierdarlehen, Pensionsgeschäfte, die Übertragung von Wertpapieren zwischen Konten verschiedener Investmentfonds oder zwischen zwei Wertpapierdepots desselben Kunden usw. behandelt.

 

Anscheinend gibt es eine beträchtliche Anzahl von Transaktionen, die gemeldet werden müssen, aber im Gegensatz zu anderen Vorschriften wie EMIR, MiFID2 und SFTR, die eine Berichterstattung verlangen, verlangt Art. 9 des CSDR vierteljährlich aggregierte Daten.

 

In diesem Zusammenhang haben die individuellen Abrechnungsverfahren und -methoden der Institute Einfluss auf die Liste und das Volumen der meldepflichtigen Vorgänge. Dies bedeutet, dass eine eingehende Folgenabschätzung und Untersuchung der internen Abwicklungsprozesse mehr als wichtig sind.

 

Die Berichte müssen im maschinenlesbaren, standardisierten XML-Format ISO 20022 erstellt werden und sollten gesammelte Daten für die internalisierten Abrechnungen für den jeweiligen Zeitraum enthalten, die als aggregierte Zahlen und Prozentsätze ausgefüllt sind und Informationen für Folgendes enthalten:

 

  • Der Abwicklungsinternalisierer – 8 Felder, einschließlich LEI, Zeitstempel und Kontakte
  • Gemeldete Finanzinstrumente – 10 Felder (9 einzelne + 1 kumuliert)
  • Arten der gemeldeten Transaktionen – 5 Felder
  • Kundentypen – 2 Felder
  • Bargeldüberweisungen – 1 Feld

 

Die Daten müssen in zwei Statusgruppen unterteilt werden – „Abgerechnet“ und „Fehlgeschlagen“, wobei alle zutreffenden Felder sowohl als „Volumen“ als auch als „Wert“ anzugeben sind, falls das Feld nicht anwendbar ist oder keine Informationen vorliegt um gemeldet zu werden, sollte es nicht leer bleiben, sondern mit Null („0“) ausgefüllt werden.

 

An wen muss berichtet werden?

Jeder Abwicklungsinternalisierer muss seine Abrechnungstätigkeiten der nationalen zuständigen Behörde melden, die von dem Mitgliedstaat seiner Niederlassung benannt wurde und zur Überwachung des jeweiligen Zentralverwahrers berechtigt ist.

 

Wann?

Die Meldepflicht tritt am 10. März 2019 in Kraft und der erste Bericht ist innerhalb von zehn Arbeitstagen nach dem Ende des ersten Quartals nach diesem Datum vorzulegen, das heißt, dass er im Juli 2019 für den vorangegangenen Zeitraum fällig ist und die Marktteilnehmer, die im Geltungsbereich der Verpflichtung liegen ihre ersten Berichte an die zuständigen nationalen zuständigen Behörden senden müssen.

 

Die ESMA hat bereits die entsprechenden Richtlinien, RTS und ITS für das Internalised Settlement Reporting veröffentlicht, die in allen Mitgliedstaaten direkt gelten.

 

Wie kann die targit GmbH (Mitglied der Be Group) helfen?

Unsere Berater unterstützen Sie dabei, die meldepflichtigen Transaktionen zu identifizieren und Ihre Prozesse und Daten auszuwerten, um die Meldepflicht zu erfüllen.

Wir verfügen über eine exzellente Kombination aus erfahrenen Experten und Experten mit einem praxisorientierten Stil, die Sie dabei unterstützen, die Auswirkungen auf die Ressourcen und den Betrieb bei der Erfüllung der Anforderungen zu reduzieren.

Die Berichterstattungs-Software „tecconTR“ von targit ist eine zuverlässige, benutzerfreundliche und einfach anpassbare Lösung mit breit aufgestellter Abdeckung der verschiedenen Meldevorschriften.

Definitionen basierend auf die ESMA-Dokumentationsunterlagen:

 

* „Wertpapierabwicklungssystem“ ist im Sinne von Artikel 2 Buchstabe (a) im ersten, zweiten und dritten Absatz der Richtlinie 98/26 / EG, ein System, das nicht von einer zentralen Gegenpartei betrieben wird und bei dem „System“ eine förmliche Vereinbarung bedeutet :

 

  • zwischen drei oder mehr Teilnehmern, mit gemeinsamen Regeln und standardisierten Vorkehrungen für die Ausführung von Übertragungsaufträgen zwischen den Teilnehmern,
  • unterliegt dem Recht eines Mitgliedstaats, der von den Teilnehmern ausgewählt wird;
  • unbeschadet anderer strengerer allgemeiner Geltungsbedingungen des nationalen Rechts

 

** „Abwicklungsinternalisierer“ – jede Institution, einschließlich einer gemäß der Richtlinie 2013/36 / EU oder der Richtlinie 2014/65 / EU zugelassenen Einrichtung, die Übertragungsaufträge im Auftrag von Kunden oder auf eigene Rechnung, abgesehen mittels eines Wertpapierabwicklungssystems, ausführt.