Meldewesen

Meldeverfahren hat es in verschiedenenFormen und mit unterschiedlichen Merkmalen schon immer gegeben, aber die Regulierungen, die nach der Wirtschaftskrise (2007-2008) eingeführt wurden, geben dem Begriff „Meldewesen“ eine neue Dimension. Die Meldungen müssen detailliert, standardisiert, exakt, zeitgerecht (manchmal fast in Echtzeit) abgegeben und zur Nachberichterstattung und Abgleichung verfügbar gemacht werden. Es gibt zahlreiche Daten-Elemente, welche, laut den Verordnungen EMIR, FinMIA/FinFraG, MiFID II/MiFIR und SFTR, gemeldet werden müssen.

Report

EMIR

Verordnung zur Risikoreduzierung im Derivatemarkt.

Das oberste Ziel der European Market Infrastructure Regulation (EMIR) ist den Handel am EU-Derivatemarkt transparenter zu machen und somit das Gegenparteirisiko und das Betriebsrisiko für Marktteilnehmer zu reduzieren. EMIR ist am 16 August 2012 in Kraft getreten, das Meldeverfahren begann jedoch im Februar 2014, gefolgt von mehreren Änderungen. EMIR legt die Verpflichtung für beide Kontrahenten fest die Details der durchgeführten Derivategeschäfte einem Transaktionsregister zu melden. Die Verordnung gilt für alle Arten von Unternehmen, abgesehen von Privatpersonen.

Die Mindestmenge an Information, die gemeldet werden muss, wird in zwei Hauptkategorien unterteilt: 1) Daten der Gegenpartei und 2) gemeinsame Daten


MiFID/MiFIR

Verordnung für Marktintegrität und Transparenzzwecke.

Die EU-Richtlinie 2014/65/EU („MiFID II“) ist seit dem 3 Januar 2018 in Kraft und bildet mit der  Verordnung Markets in Financial Instruments Regulation (MiFIR) ein neues Regelwerk, welches das Ziel hat Anleger einen besseren Schutz zu bieten und die Transparenz in allen Anlageklassen in der EU zu erhöhen. Diese Regelungen gelten für fast jeden Marktteilnehmer. Die Anforderungen der MiFID II/ MiFIR verpflichten Marktteilnehmer dazu Meldungen an die  zuständigen nationalen Behörden und/oder ESMA zu tätigen. Es wurden auch zwei weitere dedizierte Einheiten für die Datenübermittlung eingeführt – Approved Reporting Mechanism („ARM“) und Approved Publication Agreement („APA“). Diese Einheiten verarbeiten die Daten für die Vorhandelstransparenz (grundlegende Handelsdaten von Firmennotierungen) und der Nachhandelstransparenz (grundlegende Handelsdate ausgeführter Geschäfte). Des Weiteren wurde die Positionsberichterstattung und das Positionslimit-System ist für Transaktionsgüterderivate eingeführt.

 

 

SFTR

Verordnung zur Verbesserung der Transparenz der Wertpapierfinanzierung und des Finanzsystems.

Die Securities Financing Transactions Regulation (EU) 2015/2365 (SFTR) wurde Januar 2016 publiziert, die Meldepflicht beginnt jedoch im zweiten Quartal 2020.

Die SFTR trägt der Notwendigkeit Rechnung die Transparenz der Märkte für Wertpapierfinanzierungen, als Teil des Finanzsystems, zu verbessern und schafft einen einheitlichen Rahmen, in dem die Einzelheiten der Wertpapierfinanzierungsgeschäfte effizient an Transaktionsregister gemeldet werden müssen.

Die Gegenparteien eines Wertpapierfinanzierungsgeschäfts sind verpflichtet, ihre Transaktionen bei einem von der ESMA registrierten Transaktionsregister zu melden. Die Transaktionen im Rahmen der SFTR sind Repogeschäfte/ inverse Repogeschäfte, Kauf/Verkauf & Verkauf/Rückkauf Transaktionen, Wertpapiere (und Rohstoffe) Darlehen und Zinsspannen.

Das SFTR-Meldewesen umfasst 153 Datenfelder, die die Daten der Gegenpartei, die Kredit- und Sicherheitendaten, die Margen-Daten und die Daten zur Wiederverwendung, die Cash-Wiederanlage sowie die Finanzierungsquellen umfassen.

Durch die erstmalige Festlegung des Meldeformats zielt die ESMA darauf ab, den SFTR-Berichtsprozess zu standardisieren. In diesem Fall sollten Berichte harmonisiert sein und der Norm ISO 20022 entsprechen.

 

FinMIA/ FinfraG

Bundesgesetz für die Organisation und den Betrieb von Finanzmärkten und die Meldungen der Marktteilnehmer im Handel mit Wertpapieren und Derivaten.

Das Finanzmarktinfrastrukturgesetz (FinfraG), auch unter dem englischen Titel Financial Market Infrastructure Act (FinMIA) bekannt, trat am 1. Januar 2016 in Kraft. FinMIA / FinfraG ist das schweizerische Gesetz zur Regulierung der Finanzmärkte, das den Regulierungspaketen der Europäischen Union EMIR und MiFID II / MiFIR, entspricht.

Die Einhaltung dieser gewaltigen Anforderungen wird schneller und effizienter sein, mit einem Partner, der Erfahrung mit aufsichtsrechtlichen Meldewesen-Projekten hat und in der Lage ist, die gesamte Implementierungskette von der Konformitätsbewertung, Folgenabschätzung, der Vorstudie bis zur Implementierung abzudecken, wie die targit GmbH und unsere aufsichtsrechtliche Berichterstellungs-Suite – tecconTR, welche seit 2013 im Einsatz ist und ständig weiterentwickelt wird, um die Erfüllung der wachsenden regulatorischen Anforderungen zu gewährleisten.